Druckschrift 
3 (1828)
Entstehung
Seite
254
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ihm zogen zwei Pferde, mit vorgestkcckten Halse»,straff gestammten Beinen, mit äußerster Anstrengung,einen Todtenkarren, nach ihm kam ein anderer, dannnoch ein anderer, aber ein anderer, und hier und daMonatti neben den Pferden, antreibend, peitschend,fluchend. Es waren zum größten Theile nackendeKörper, schlecht in zerlumpte Kleider gehüllt, über-einander geworfen, zusammen geflochten, wie einBündel Schlangen, das sich bei der laueren Früh-lingslust langsam entwickelt. Jeder Ruck, jeder An-stoß erschütterte den gräßlichen Haufen, warf sie wilddurch einander: Köpfe hingen herab, jungfräulicheLockenflechten streiften längs dem>BodeN hin, Armeverwickelten sich in den Rädern', hingen über sieweg, zeigten dem schon entsetzten Auge, auf welcheWeisen ein solches Schauspiel noch grausiger undekelhafter werden könne.

Der junge Mensch war an einer Ecke des Platzesdicht beim Kanals stehen geblieben» betete für die un-gekannten Tobten- Ein furchtbarer Gedanke fuhrihm durch den Sinn:vielleicht da, dabei, darun-ter O Gott! gicb, daß es nicht sey! Entfernediesen Gedanken!"

Der traurige Zug war vorüber, er ging weiter,quer über den Platz, hielt sich linker Hand längs demKanäle, ohne anderen Grund, als weil der Zugden entgegengesetzten Weg nahm. Er ging die we-nigen Schritte zwischen der Kirche und dem Kanals