Tuschen. „Da, da," sagte er, zwei Brodc hervor--ziehend: „Laßt etwas herunter, woran ich sie be-festige. "
„ Gott vergelte es! Wartet einen Augenblick, sagtedie Frau und suchte einen Korb und eine Schnüre,an der sie ihn hinunter ließ. Renzo gedachte unter-dessen der anderen Brode, die er bei dem Kreuze, alser zuerst hierher kam, gefunden hatte- „Das istWiedervergeltung," dachte er: „vielleicht besser alshatte ich den Eigenkhümer gefunden, denn es istwirklich ein Werk der Barmherzigkeit." i
„Was denCommissar anlangt, von dem Ihr redet,gute Frau," sagte er sodann: „kannich Euch nichtdienen, ich bin Fremder, und kenne hier keine Men-schenseele. Wenn ich aber Jemand finde, der einwenig menschlich und gut aussieht, daß ich ihn an-zureden das Herz habe, will ich es ihm sagen."
Die Frau bat, cs zu thun, gab den Namen derStraße an, wo ihr Haus stand.
„Ihr könnt mir," sagte Renzo: „ auch einenDienst erweisen, eine wahre Wohlthat, die Euchkeine Beschwer macht. Ich suche adlige, vornehmeLeute, sie heißen ** *; wißt Ihr, wo sie wohnen?"
„Ich weiß, daß sie hier in Mailand wohnen,"entgegnete die Frau: „aber wo? ist mir unbekannt.Wenn Ihr dort hinaufgeht, werdet Ihr wohl Je-mand finden, der Euch zurecht weist. Und vergeßtnicht, unserer zu gedenken."