und umhertrieb, und sich endlich in dem aschgrauen,stillen Himmel verflüchtigte. Man verbrannte Klei-dungsstücke, Betten und anderes, angestecktes Ge-rüche, und ähnliche düstere Scheiterhaufen sah manallerwärts unfern der Mauern, nicht blos an diesemeinzigen Orte.
Das Wetter war trübe, die Luft dick, der Him-mel durchaus umwölkt, oder mit schwerer, eintöni-ger Ncbcllast behängen, die der Sonne den Durch-bruch weigerte, ohne Regen zu gestatten; die umlie-genden Landstrccken zum Theil unbebaut und ganzunfruchtbar; alles Grün vertrocknet und nicht einThautropfen auf den welken, Hangenden Blattern.Diese Einsamkeit, dieses Schweigen, so nahe bei ei-ner großen Menschenmasse, gaben Renzo's Unruheueuen Zuwachs von Bestürzung und machten seineGedanken immer schwermuthvoller.
Nach einer Weile ging er auf gut Glück weiter,ohne es zu wissen, der Porta nuova zu, der er zwarsehr nahe war, die er aber wegen eines vorstehenden,bergenden Bollwerks nicht sehen konnte. Er warwenige Schritte gegangen, als ein Geklingel vonGlöckchen und Schellen in sein Ohr traf, das, zuwei-len auch von menschlichen Stimmen begleitet, in Zwi-schenräumen ertönte und verscholl. Er schritt weiter,bog um die Ecke der Bastei, und das erste, was erauf dem freien Platze vor dem Thore erblickte, warein großes, hölzernes Gebäude; am Thore stand eine