240
und Antworten nach dem Hause. Der Freund, ohnedas eifrige Gespräch zu unterbrechen, mühete sichhier, Renzo'n, soviel cs der unvorhergesehene Besuchund die schlimmen Zeiten zuließen, ein wenig Ehrezu erzeigen, setzte Wasser ans Feuer, schickte sich an,die Polenta zu bereiten, überließ Renzo'n aber, dersie umrührte, den Quirl und ging mit den Worten:„Ich bin allein; ja! ich bin allein!"
Er kam bald mit einer kleinen Gelte voll Milch,einem Stück geräucherten Fleisches, einem paar Ziegen-käse, Feigen und Pfirschen zurück und als alles aufge-tischt war, schüttete er die Polenta auseinenTeller und siesetzten sich Beide an den Tisch und dankten sick gegen-seitig, Einer für den Besuch, der Andere für den Em-pfang. Nach einer Abwesenheit von beinahe zwei Jahrenfanden sie sich bei . weitem befreundeter wieder, als sie sichjemals, wiesiesich noch täglich sahen, geglaubt hatten;Beide hatte Dinge erfahren, die der Seele fühlbarmachen, welcher Trost es ist, Anderen Wohlwollen zubezeugen, es bei Andern anzutreffcn.
Es konnte aber doch nichts Renzo'n Agnesens Stelleersetzen, noch ihn trösten, daß sie nicht da war, nicht alleinaus alter, inniger Zuneigung, sondern auch weil unter denDingen, die er sogern zu erfahren wünschte, besonders ei-nes sich befand, zu der sie allein die Schlüssel hatte. Erwar einige Augenblicke ungewiß, ob er nicht, da er ihr sonahe war, vorerst sie aufsuchen solle; da er aber wiederbedachte, daß auch sie gar nichts über Luziens Wohl
s-F
Kim
Zllük!
-M-
mH
Hw
L-a
W
Ki>
ktN,
kti»
ch;
*»i>