viel' getrunken. Der verdammte Vernaccia! *) ....Ein guter Schlaf macht schon alles wieder gut. Ichbin in der That recht schläfrig.... Nimm das Lichtda weg .... cs blendet mich .... es ist mir ärger-lich....!"
„ Das macht der Vernaccia, " sagte Griso, im-mer in gehöriger Ferne bleibend: „legt Euch nurnieder; Schlaf wird Euch gut thun."
„Du hast Recht: wenn ich schlafen kann....Sonst bin ich ganz wohl. Setze die Klingel nah zumir her, im Fall ich zu Nacht irgend etwas bedürfte:sey bei der Hand, verstehst Du, wenn Du etwa klin-geln hörst. Ich werde aber wohl nichts nöthig ha-ben.... Schaffe das vermaledeite Licht da weg,"nahm er wieder das Wort, wahrend jener dem er-steren Befehl Folge leistete und so wenig wie möglichin die Nahe kam: „Teufel! was es mir zuwider ist!"
Griso nahm das Licht weg, wünschte seinem Herrneine gute Nacht und machte, während derselbe unterdie Decke kroch, daß er davon kam.
Die Decke schien dem Herrn ein Berg. Er warfsie von sich, krümmte sich zusammen, um einzufchla-fen, war bis zum Tode schlaftrunken. Kaum hatte' erdas Auge geschlossen, so wachte er so plötzlich wiederauf, als habe man ihn wach gerüttelt, empfand drü-ckendere Hitze und Wuth. Er gedachte immer desAugusts, des Vernaccia, der Ausschweifungen; hat-*) Veriraacia, Art blanker Wein. A. d. Ueb.