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ging Don Rodrigo mit seinem getreuen Griso, einemder drei oder vier Diener, welche ihm der Tod bisjetzt noch nicht genommen hatte, über die Straßenvon Mailand, seinem Hause zu. Er kam aus einerGesellschaft von Freunden, die sich oft zu versammelnpflegten, des, von den unglücklichen Zeiten erregtenMißmuthes, durch Schmausen und Schwelgen ledigzu werden: jedesmal gab es neue Mitglieder, fehltenalte. Heute war er einer der Lustigsten gewesen undhatte unter anderen Dingen die Gesellschaft besonderslaunig mit einer Art Leichenrede auf den Grafen At-tilio, der vor zwei Tagen von der Pest hingerafftworden war, unterhalten.
Beim Gehen empfand er aber jetzt ein gewissesMißbehagen, eine Hinfälligkeit, Ermattung in denBeinen, Beschwerde beim Athmen, innere Trockenheit,die er gern gänzlich dem Weine, der Nachtwache,Jahreszeit zugeschrieben hatte. Er sagte auf demganzen Wege kein Wort, und das erste, was er, zuHause angelangt, sagte, war der Befehl an Griso,Licht anzuzünden. Geschehen, sah Griso den Herrnvon der Seite an: das Gesicht glühte, die Augenstanden aus dem Kopfe, leuchteten und feuerten; erhielt sich fern, denn unter solchen Umständen mußteein Jeder seinen eignen Arzt abgeben.
„Ich bin wohl," sagte Don Rodrigo, der Gri-so's Gedanken errieth: „Ich bin gesund und wohl;aber ich habe getrunken, ich habe wohl ein wenig zu
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