Druckschrift 
3 (1828)
Entstehung
Seite
208
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ein noch volleres Lob spenden und den guten Greis indiesem Falle so wie in jedem andern mit dem großenHaufen Millcbender in keine Berührung bringen;wir sind aber genöthigt, abermals ein Beispiel unheil-samen Einflusses vorgefaßter, allgemeiner Meinung,selbst auf die edelsten Gemüther, zu hinterbringen.Man hat, zum wenigsten aus der Art, mit welcherRipamonti seine Gedanken vortragt, gesehen, wieergleich anfänglich zweifelte. Nachdem hielt er immerfür wahr, daß an jener Ansicht der Dinge Leichtgläu-bigkeit, Unwissenheit, Furcht, Verlangen das langeLäugnen der Pest zu entschuldigen, Theil habe, daßVieles übertrieben, etwas aber doch wirklich daran sey.

In der ambrosianischen Bibliothek bewahrt manein von seiner Hand geschriebenes Werkchen über diePest: worin er unter vielen anderen Stellen seineMeinung auch in dieser ausdrückt:Ueber dieArt , solcherlei Gifte zu bereiten und zu verbreiten,erzählt man sich Mancherlei: Einiges kann man nichtumhin einzugestehen, muß aber Anderes als völliggrundlos und erdichtet betrachten."

Dennoch ließen Einige nicht ab, von Anfang biszum Ende unerschütterlich des Glaubens zu seyn,daß Alles nur in der Einbildung beruhe: wir wissencs nicht von ihnen selbst, denn Niemand durfte wohlden Muth haben, im Publikum mit einer der seinenso entgegengesetzten Ueberzeugung öffentlich aufzutre-ten; wir wissen es von den Autoren, die sie verspot-