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3 (1828)
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an der Pest ,'n Mailand Gestorbnen, Carlo Colonna,Irrsinn für einen Zufall des Nebels erklärte, ließsich nunmehr so weit irre leiten, als Beweis für Ver-pestung und teuflische Verschwörung eine Thatsacheder Art anzusühren: daß zwei Zeugen aussagken, einkranker Freund habe ihnen erzählt, wie eines NachtsLeute zu ihm in die Kammer kamen, ihm Gesund-heit und Geld anboten, wenn ec die umliegendenHäuser verpesten wolle; wie dann auf seine abschlag«liehe Anrwort ein Wolf unter seinem Bette gebliebensey und drei häßliche Katzen auf ihm, die alle bis zumHellen Tage ihre Wirthschast trieben. Ließe sich eineinzelner Mann solche Jdeengänge zu Schulden kom-men, so möchte man es ihm leicht als Dummheit oderbesonderen Leichtsinn auslegen und es verdiente weiterkeine Erwähnung; da es aber Vielen eigen war, sogehört es zur Geschichte des menschlichen Geistes, undman kann in ihr wahrnehmen, wie sehr eine wichtige,vernünftige Gedankenfolge und ein Gedankenschlußvon einer oder einem andern gekreuzt und überwältigtwird. Tadino war im übrigen einer der geachtetstcnMänner seiner Zeit.

Zwei werthvolle und würdige Schriftsteller*)versichern: Cardinal Friedrich habe die Wahrheit derVerpestungen in Zweifel gezogen- Wir möchtengern diesem berühmten, liebenswürdigen Andenken

*) AIurLtorl, Del Zoverno äella xvste. Dloäena 1714

k. Ver-ri, in dem schon citirten Werkchen.