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ten, ober schelten, oder ihre Meinung als nicht zurallgemeinen Sprache kommende, doch aber bestehendeVorurtheile undJrrthümerWenigerwiderlegen. „Ichhabe gelehrte Leute in Mailand gekannt," sagt der guteMuratori am eben angeführten Orte, „ die von El-tern und Vorfahren gut von der Sache unterrichtetund nicht geneigt waren, die Wirkungen giftigerSalben anzuerkennen." Man steht daraus, daßdie Wahrheit nur im Geheim, im Vertrauen,in Familienkreisen mitgetheilt und ausgesprochenwurde: Die Stimme der gesunden Vernunft warwohl da, durste aber aus Furcht vor der herrschen-den Stimme nicht ertönen. Die täglich verminder-ten, in Allem verwirrten, aus der Fassung gebrach-ten Magistratspersonen verwandten die wenige Ob-hut und Entschlossenheit, deren sie fähig waren,auf Forschungen nach Verpestern und Vergiftern.Und leider! nur zu viele wähnten sie gefunden zu haben.
Die Urtheile, welche demnach gefällt wurden, wa-ren sicherlich nicht die ersten ihrer Art, und man kannsie in der Geschichte der Rechtswissenschaft nicht alsseltene Fälle nennen. Des Altcrkhums gar zu ge-schweigen, finden sich in dem alleinigen, sechszehntenJahrhunderte in Italien eine große Menge der Falle,wo hier ein, dort mehre Unglückliche beschuldigtwurden, die Pest durch Pulver oder Salben oderHexereien oder durch alles zusammen, verbreitet zuhaben, wo man ihnen den Prozeß machte, und sieM. O