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bei alle dem weder der Gefahr, noch schien er sie selbstzu gewahren, wo man sie, um Gutes zu thun, be-stehen mußte. Ohne von den Geistlichen zu sprechen,bei denen er immerdar war: Eifer zu loben und zuregeln, aufzumuntern, wer lau geworden, PostenGestorbener neu zu besetzen, wollte er, daß jedem,der nörhig habe, mit ihm zu reden, der Zugang freisiehe. Er besuchte die Lazarethe, die Kranken zu trö-sten, die Wärter zu ermuthigen; durchlief die Stadtund brachte den in den Hausern verschlossenen ArmenHülfe und Unterstützungen, indem er vor Len Thü-ren, unter den Fenstern stehen blieb, ihre Klagenanzuhören und ihnen dafür Trost und Muth zuzu-sprechen. Kurz, er warf sich mitten in die Pest,lebte mitten in ihr, und war am Ende selbst erstaunt,unversehrt davon zu kommen.
So sieht man denn, bei öffentlichem Unglück undin langen Störungen dessen, was man die gewöhnli-che Ordnung der Dinge nennt, immerdar höhere,herrlichere Tugend, wenn auch leider nur zu oft grö-ßere, häufigere Verderbtheit an den Tag tritt. Dieruchlosen Menschen, welche die Pest verschonte undnicht cinschüchterte, fanden in der allgemeinen Ver-wirrung und Erschlaffung jeder öffentlichen Gewalt,neue Gelegenheit zur Thätigkeit und zugleich größereSicherheit vor Rüge. Es war selbst die Ausübungder öffentlichen Gewalt größtentheils in den Händender schlimmsten dieser Menschen. Dem Amte eines