Druckschrift 
3 (1828)
Entstehung
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Wo allgemeinere, bereitwilligere Treue und Aus-dauer bei den, von den Umständen erregten schwererenPflichten hervorstrahlte, war bei der Geistlichkeit.In den Lazarethen, in der Stadt blieb ihre Hülfeniemals aus; wo Leidende waren, waren auch Geistli-che , immer sah man sie, oft selbst krank und ster-bend , mitten unter Kranken, Sterbenden: unermü-det geistige Tröstungen spendend, und leibliche, sovielsie spenden konnten; alle und jegliche Dienste verrich-tend. Mehr als sechszig Pfarrer, nur allein ausder Stadt, starben an Ansteckung: von neunen ge-wöhnlich achte.

Friedrich gab allen, wie es sich von ihm erwartenließ, Ermunterung und Beispiel. Es starb nach undnach seine ganze Dienerschaft; Verwandte, hohe Ma-gistralspersonen, benachbarte Fürsten gingen ihn drin-gend an, sich der Gefahr zu entziehen, nach irgendeinem abgelegenen Landsitze zu flüchten; er verwarfalle Rathschlage und Bitten dieser Art, verwarf siemit dem Muthe, mit dem er an seine Pfarrer schrieb:„ Seyd lieber bereit, dieses sterbliche Leben zu verlas-sen, als diese unsere Gemeinde, unsere Familie;geht, wo es gilt, dem Herrn eine Seele zu retten,der Pest freudig entgegen, geht ihr entgegen, wieeinem neuen Leben, einer Belohnung." Er vernach-lässigte keine Vorsicht, die ihn nicht von Erfüllungseiner Pflicht abhielt, gab ähnliche Regeln und Vor-schriften auch der ganzen Geistlichkeit; achtete aber