Uebels bestehe, der nachdem Laufe der Natur so weit ge-deihen könne, die gräßlichste Niederlage unter ihnen an-zurichten, konnten zwar jetzt Las Anwachsen dieses Kei-mes nicht mehr läugnen ; wollten es aber auch nicht denso natürlichen Ursachen zuschreiben (wobei sie auf ein-mal einen großen Jrrthum und eine große Schuldhatten eingestehen müssen), sondern waren sehr ge-neigt, eine andere, die erste, beste, die man ihnen ii;den Kopf setze, anzuerkennen. Unglücklicherweisehalte man damals nicht allein hier, sondern in ganzEuropa eine gewisse Ursache in Kopf und Mund be-reit: Zaubermittel, Teufelskünste, Verschwörungenzu Verbreitung der Pest durch ansteckende Gifte undHexereien. Man hatte solche und ähnliche Dinge beiden meisten Pesten vermulhet und geglaubt, vor-nehmlich bei der in der Mitte des vorgehenden Jahr-hunderts. Dazu kommt, daß gegen Ende des ver-gangenen Jahres Botschaft vom König Philipp IV.an den Gouverneur gelangte: es seyen vier Franzosenaus Madrid entkommen, denen man als verdächtig,giftige, ansteckende Salben zu verbreiten, nachgeforschthabe: er solle auf seiner Hut seyn, wenn sie jemalsnach Mailand kamen. Der Gouverneur hatte dieseBotschaft dem Senate und Sanitättribunale vorge-legt; es scheint jedoch nicht, als habe damals Jemandviel daraufgehalten. Nachdem die Pest ausgebrochenund erkannt war, konnte dieser Umstand, erinnerteman sich seiner, als Bestätigung und Stützpunkt des
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