Druckschrift 
3 (1828)
Entstehung
Seite
176
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unbestimmten Verdachtes einer schändlichen Betrü-gerei, erkennte selbst als erste Ursache desselben dienen.

Zwei Ereignisse, das eine durch blinde, ungo-bändigte Furcht, das andere, durch seltsame Bosheit,trugen bei, diesen unbestimmten Argwohn möglicherFrevelkhar in entschiedenen Verdacht, bei Vielen inGewißheit wirklicher Frevelthat und bösen Anschla-ges zu gestalten.

Am Abend des 17. Mai gewahrten zufällig einigeLeute, daß andere im Dome hin- und hergingen undeinen Lattenvekschlag näßten, welcher die Männerund Weibersitze trennte, und ließen während derNacht diesen Verschlag und eine Menge der in derNähe stehenden Banke herausschaffen. Der Präsi-dent des Tribunals kam mit vier Amtspersonenhinzu, untersuchte den Verschlag, die Bänke unddas Weihbecken, und da er nichts fand, was deneinfältigen Argwohn eines Vergiftungsanschlages hättebestätigen können, ließ er, aus Nachsicht mit denEinbildungen Anderer, nicht, weil er es nöthig finde,sondern aus übergroßer Vorsicht, den Verschlag reinigenund abwaschen. Dieses umständliche Vornehmenfiößte dem Volke, dem jeder Gegenstand alsbald zumrechtfertigenden Beweise wird, abermaligen, gewal-tigen Schreck ein. Man sagte sich, glaubte steif undfest, es seyen im Dome alle Bänke, Wände, selbstdie Glockenseile angesteckt; man sagte es nicht blos inder damaligen Krise; alle Denkwürdigkeiten gleichzei»