nete er überall an, stillte Unordnungen, schlichteteHändel, drohte, strafte, ermahnte, tröstete, trock-nete und vergoß Thränen. Er zog sich im An-fänge die Pest zu, ward hcrgcstellt und übernahmmit neuen Kräften die ihm obliegenden Sorgen. Sei-ne Mitbrüdec ließen größlentheils, freudigen Muthes»ihr Leben.
Eine solche Befehlshaberherrschaft war gewiß ein un-gewöhnliches Hülssmhttel, ungewöhnlich wie das Elendund die Zeiten selbst: und wenn wir weiter nichts vonihnen wüßten, würde doch dieser eine Zug als Beweisund Beispiel eines rohen, zerrütteten Gesellschaftszu-standesgenügen. Dec Muth aber, das Werk, die Auf-opferung dieser Mönche, verdienendeshalb mit nichtweniger Ehrerbietung, Liebe und der Dankbarkeit inErwähnung gezogen zu werden, die wir empfinden,wenn Menschen den Menschen außerordentlichen Bei-stand leisten. Sein Leben zu lassen, um wohlzu-thun, ist zu jeder Zeit, unter allen Verhältnissen»etwas Schönes, Herrliches! Tadino sagt: „Ueber-nahmen diese Väter nicht das Lazareth, so wäre sicher-lich bald die ganze Stadt zu Grunde gegangen, denncs ist wunderbar, was sie alles in einem äu-ßerst kurzen Zeiträume zum öffentlichen Wohle voll-brachten. Die Stadt gewährte ihnen wenige odergar keine Hülfe, und einzig und allein Mit ihrer Klug-heit Und Betriebsamkeit vermochten sie, im Lazarcthedie Leben vieler Tausende Ämer Leute zu erhalten."