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3 (1828)
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sorgsam beschrieben und seinen Scharfblick, seine Thä-tigkeit und Ausdauer gelobt: sie muß aber auch Nach-fragen, was er mit alle dem that, als die Pest einihm anvertrautes oder vielmehr seiner Herrschaft un-terworfenes Volk bedrohte und in ihm wüthele.

Was aber, abgesehen von allem Tadel, das Er-staunen über sein Benehmen mildert, was ein ande-res, weit stärkeres Staunen erregt, ist das Beneh-men des Volkes selbst, des, mit der Ansteckung nochunbehafteten Volkes, das doch alle Ursache hatte, siezu fürchten. Als die Nachrichten aus den Dörfernankamen, denen sie so sehr mitspielte, die um dieStadt im Halbzirkel lagen, an einigen Punkten ihrnicht ferner waren, als achtzehn, zwanzig Miglien;wer sollte nicht glauben, daß diese Nachrichten allge-meine Bewegung erregt hatten, allgemeine Geschäf-keit zu guten oder nichtsnützigen Vorsichtsmaßregeln,mindestens allgemeine Unruhe? Und doch, stimmendie uns aus jener Zeit verbliebenen Nachrichten in ir-gend einem Punkte überein, so ist es in dem Zeug-nisse, daß bei dieser Gelegenheit alles ruhig blieb.Die Hungersnoth des vergangnen Jahres, die Miß-brauche der Soldaten, Kummer und Herzensnoth,schienen die Sterblichkeit mehr als zureichend zu be-gründen: wer, wo auf der Straße Volk versammeltstand, in Läden, Häusern, der Pest gedachte, einWort von Gefahr fallen ließ, den empfisig man mitungläubigem Hohn, zorniger Verachtung- , Derselbe