Druckschrift 
3 (1828)
Entstehung
Seite
161
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dem Gouverneur vorzustellen und ihm den Zustandder Sachen zu schildern. Sie gingen und brachtenden Bescheid: er empfinde über diese Nachrichten großeBetrübniß, nehme außerordentlichen Anthcil; die Sor-ge für den Krieg sey aber wichtiger. Zwei oder dreiTage darauf, am 18 - November, erließ der Gouver-neur einen Befehl, worin er öffentliche Freudenbe-zeigungen wegen der Geburt des Prinzen Carlos,«rstgebornen Sohnes des Königs Philipp IV., anbe-fahl, ohne alle Rücksicht» und ohne sich um die Ge-fahren des Volkszuflusses bei solcher Gelegenheitzu kümmern: er verfuhr ganz wie in gewöhnlichenZeiten, als ob man ihm nicht das geringste Unge-wöhnliche hintcrbracht habe. ' '

Wir haben schon gesagt/ daß dieser Mensch derberühmte Ambrogio Spinola war, den man haupt-sächlich auf diesen Posten sandte, die FehlerDon Gonza»lo's wieder gut zu machen, dem Kriege wieder auf dieBeine zu helfen und beiläufig auch zu statthalternzund wir können hier beiläufig erwähnen, daß er, we-nige Monate später, in eben dem Kriege starb, deribm so sehr am Herzen lag, daß er nicht an Wundenauf dem Schlachtfelde starb, sondern im Bette , ausKummer und Zerknirschung über Vorwürfe, Zurecht-weisungen und Zurücksetzungen jeder Art, von Seitendessen, dem er diente. Die Geschichte hat sein Schick-sal beweint, die ihm widerfahrene Ungerechtigkeit er-kannt, seinen kriegerischen und politischen LebenslaufIII. L