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fanden sie verlassene, oder ganz verödete Wohnun-gen, die Besitzer geflohen, auf den Feldern ge-lagert, oder hie und da vereinzelt; „sie schienen,"schreibt Tadino, „in der Wildniß ausgewachseneGeschöpfe, Eines trug Kraufemünze in der Hand,das andere Raute, Rosmarin, ein Fläschchen mit Es-sig. " Sie fragten nach der Anzahl der Gestorbenen,die entsetzlich war; besuchten Kranke, besichtigten Leich-name und fanden überall die gräßlichen, ekelhaftenSpuren der Pest. Sie erstatteten alsbald schriftlicheBerichte von diesem betrübenden Zustande der Dingean das Sanitatlribunal, und dasselbe kam ungesäumtnach deren Empfange, am 30- October, wie Tadi>no sagt, überein: Verordnungen zu erlassen, nachdenen Niemand, der aus einem mit der Seuche be-hafteten Dorfe käme, in die Stadt Zutritt erhaltensolle. Bis dieser Befehl in aller Form gegeben Wer-nen konnte, empfingen die Zolleinnehmer vorläufigeInstruktionen. Die beiden Abgeordneten trafen un-terdes in aller Eile und Hast die Anstalten, welcheihnen gleich erreichbar und die schleunigste Hülfe zu ge-ben geeignet waren, und kehrten mit dem traurigenGefühle ihrer Unzulänglichkeit zurück, ein so weit vor-geschrittenes, so weit hinein böse gewordenes Uebelaufzuhalten oder zu lindern.
Sie langten am 14 November an, erstattetenmündlich und abermals schriftlich Bericht beim Tri-bunale und empfingen von diesem den Auftrag, sich