Wahrzeichen dessen zu sehen, was man ihnen beschrie-ben hatte: verwüstete Weinberge, nicht verwüstet,wie es die Weinlese mit sich bringt, sondern wieSturm und Hagelwetter verwüsten: am Boden ver-streute, zertretene Rebschösse; Pfahle ausgerissen,Erdreich zerstampft, bestreut mit Steinen, Blattern,Schößlingen; Baume zerhauen, entkrönt, Heckendurchlöchert, Stakete fortgeschleppt. In den Güternzerbrochene Thüren, abgerissene Fensterladen, Heu,Stroh, Lumpen, Fetzen allerwärts, haufenweife oderauf die Wege gesät; schwere Luft, stinkende Dampf-wolken, dichter als aus den Hausern dringende; einBauer kehrt Schmutz fort, ein anderer bessert best-möglichst Thüren aus, ein Anderer jammert undweint mit. Anderen; als die Kutsche vorbeifahrt, hü-ben und drüben an den Schlagen ausgestreckte, bet-telnde Hände. Solche Bilder, .jezt vor Augen, jezt.im Sinn, erwartungsvoll, zu HauseAchnliches zu fin-den, langen sie an, finden, was sie erwarten,
Agnes laßt ihre Bündel in einen Winkel des Ho-fes legen, der der reinlichste Ort des Hauses geblie-ben war. fängt an zu kehren , das Wenige, was manihr gelassen hatte, aufzulescn und zu ordnen; läßtTischler und Scklgsser kommen, hie Thüren zu festi-gen , packt die erhaltene Masche aus, zahlt ihre neuenGoldstücke heimlich durch, und sagt sich einmal überdas andere: „ich bin wunderbar gerettet, Dank seyes dem Himmel, der heiligen Jungfrau, dem gu-