besonders dazu Geladenen, worunter unsre Be-kannten.
Um ihr Brod nicht umsonst zu essen, hatten Ag-nes und Perpetua verlangt, in den zu einer so gro-ßen Witthschafc nöthigen Diensten angestellt zu wer-den; damit verbrachten sie einen guten Theil des Ta-ges , der andere verging im Geplauder mit einigenfrisch geschlossenen Freundschaften und dem arme»Don Abbondio. Dieser hatte gar nichts zu thun,langweilte sich aber dennoch nicht, denn die Fmchtwar seine stete Gesellschafterin. Die eigentlich«Furcht vor einem Ueberfalle mochte ihm wohl vergan-gen seyn, oder bereitete ihm, war sie wirklich nochda, das mindeste Leid, weil er jedesmal, dachte ernur ein klein wenig nach, finden mußte, wie unbe-gründet sie sey. Aber das Bild des von beiden Seitenvon räuberischen Soldaten überschwemmten Landes,die Waffen und Bewaffneten, die er beständig vorAugen sah, ein Kastell, dies Kastell, der Gedanke antausend Dinge, die sich in solcher Lage aller Augen-blicke ereignen konnten, alles bewahrte ihm eine un-bestimmte, allgemeine, fortwährende Beklemmung,der Sorge um sein eigenes Haus zu geschweigen. Wah-rend der ganzen Zeit seines Aufenthaltes im Schlosseentfernte er sich keinen Fuß breit von demselben, fetztekeinen Fuß auf den Abhang des Berges: sein einzi-ger Spatziergang war über den freien Schloßplatz, i'MSchlosse ab und zw, austund nieder, durch alle Ab-