Druckschrift 
3 (1828)
Entstehung
Seite
146
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langenden Nachrichten, drückten die Gemüther zuBoden und erhielten oder bestärkten jene Stimmungimmer mehr.

Es gab aber auch der leichteren Sinne, Män-ner von beständigerer Gemüthsstimmung und frische-rem Muthe, bemüht, ihre Tage lustig zu verbrin-gen- Sie hatten ihre Häuser verlassen, weil sie sichzu schwach fühlten, sie zu vcrtheidigen; deshalb aberwaren sie keineswegs geneigt, über etwas Unabänder-liches zu jammern und zu wehklagen, noch sichschon in der Einbildung mit der Verwüstung abzu-geben, die sie bald genug mit eigenen Augen erblickenwürden. Bekannte Familien waren mit einander ge-gangen , hatten sich oben getroffen; neue Freund-schaften waren geschlossen worden; die Menge hattesich, nach Launen und Sitten, in Gesellschaften ge-trennt. Wer Geld hatte und bescheiden wack? ging,die Bedürfnisse seines Magens zu stillen, hinab insThal, wo in aller Geschwindigkeit Schenken und Gast-häuser entstanden waren: in einigen nahm man ab-wechselnd Bissen zu sich und gab Wehklagen von 'sichund es war nicht gestattet, von anderem als Unheilzu sprechen; in anderen geschah des Unheils nur Er-wähnung , um zu sagen, daß man es sich aus demSinn schlagen müsse. Wer auf seine eigenen Kostennicht leben konnte oder wollte, empfing im KastelleBrod, Suppe und Wein: außerdem gab es einigetäglich ungerichtete Tafeln für die von dem Herrn