Druckschrift 
3 (1828)
Entstehung
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Er hatte alle Waffen abgelegt, ging immer allein,immer bereit, die möglichen Folgen so vieler begange-ner Unthaten zu bestehen, überzeugt, daß es nur ei-ne neue zu nennen seyn würde, wollte er ein Haupt,das sich so vielfältig, an so Vielen versündigte, ver-teidigen; überzeugt, daß alles Böse, was man ihmzufüge, wohl Gott beleidige, ihm aber gerechte Ver-geltung, daß er weniger als jeder Andere berechtigt sev,das Strafamt gegen Beleidiger auszuüben. Be! al-le dem blieb er so unverletzt als sonst, wo er seine undso vieler Anderer Arme, zu seiner Verteidigung, be-waffnet hielt. Das Andenken an seine ehemalige Gott-losigkeit, der Anblick seiner jezigen Menschlichkeit,welche erstere so vieles Verlangen der Rache erregenmußte und welche letztere die Befriedigung so leichtmachte, bewirkten, erhielten ihm nur die beste Schutz-wehr: Verehrung. Der Mann, den Niemand zudemüthigen vermochte, hatte sich selbst gedemüthigt.Der von seinem früheren Uebermuthe und AndererFurcht gespornte Groll verschwand vor seiner gegen-wärtigen Demuth; die Beleidigten hatten, über alleErwartung, ohne alle Gefahr eine Genugtuungempfangen, die ihnen die glänzendste Rache nicht ver-schafft haben würde, die Genugtuung: einen solchenMann sein Unrecht bereuen, gewissermaßen ihren ei-genen Unwillen theilen zu sehen. Mehr als Einer,lange Jahre von bitterem Aerger zernagt, nicht diemindeste Aussicht zu haben, ihm irgend ein schweres Un-