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mit Schlimmerem, als Schimpfreden - mit Steinen,Zügeln, Kraulstrünken und Unrarh aller Art, derzu solcher Gelegenheit schon österemale diente. DieWache trieb das Volk zurück; es rannte aber, im-mer anwachsend, durch die Straßen und besetz-te die Porta ticinese, wo der Gouverneur balddurchfahren mußte. Der Wagen kam mit vielen an-deren an, und alle empfingen, aus Händen und Schleu-dern, einen Steinhagel; weiter geschah nichts. AnDon Gonzalo's Statt kam der Marchese AmbrogioSpinola, der sich schon in den Kriegen in Flandernmilitärischen Ruhm erworben hatte. Das deutscheHeer hatte unterdes zu dem Zuge nach Mantua be-stimmten Befehl bekommen und betrat im MonatSeptember das Mailänder Gebiet.
Das Militär der damaligen Zeit bestand nochgrößtcntheils aus Freibeutern, von Condottieri oderRottenführern von Profession, in Auftrag dieses oderjenes Fürsten, manchmal auch für eigene Rechnung,um sich mit ihnen zugleich zu verdingen, angewor-ben. Wer sich auf solche Art anwerben ließ, fühltesich gewöhnlich nicht so sehr durch den Sold, alsdurch die Aussicht auf Plünderungen und sonstigeGewinne der zügellosesten Freiheit ungezogen. Allge-meine, feste Disciplin gab es in keinem Heere, hatteauch nicht mit der unabhängigen Autorität der ver-schiedenen Condottieri bestehen können, die entwederselbst nicht eben sehr streng daraus hielten, oder nicht