welcher Art sie wollen, von durchmarschirenden Sol-daten zu kaufen. Es war aber unmöglich, von derNothwendigkeit eines solchen Befehles den Präsiden-ten zu überzeugen, „der," so sagt Ladino, „eingutmüthiger Mann war, und nicht glauben wollte,daß der Handel mit jenen Soldaten und der Ankaufih-rer etwaigen Waare», den Tod so vieler Lausende vonMenschen herbeiführen könne." Wir führen diesenZug als einen der jene Zeit charaktcrisirendcn an: dennsicherlich kam es, so lange es Sanitattribunale giebt,keinem andern Präsidenten bei, so zu rathschlagen.
Was Don Gonzalo betrifft, so war diese Ant-wort ziemlich das Letzte, was er hier vollzog. Derschlimme Ausgang des von ihm beförderten und ge-führten Krieges verursachte, daß man ihm den indiesem Staate bekleideten Posten nahm. Als erMailand verließ, stieß ihm Etwas zu, das eingleichzeitiger Schriftsteller als das erste der Artnennt, was jemals in Mailand einem Manne seinesGleichen zugestoßcn scy. Als er nämlich, in Beglei-tung vieler Nobili, das Stadthaus verließ, fand ereinen großen Volkshaufen versammelt, der sich ihmthcilweise in den Weg warf, theilweise ihm nachlief,und unter großem Geschrei und Verwünschungen vor-wars, er trage die Schuld an der vom Volke ausge-siandenen Hungersnoth, indem ec die Erlaubniß er-thcilt habe, Eetraide und Reis außer Lands zu füh-ren. Seine hintcrhcrsahrende Kutsche bewarf man