Druckschrift 
3 (1828)
Entstehung
Seite
105
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Don Gonzalo wünschte sich Glück/ so wohlfei-len Kaufes davon zu kommen und hob sein Lagervor Casale, wo französische Truppen zu Verstärkungder Garnison alsbald einzogen, auf. Nachdem diesgeschehen war, beschloß der Cardinal Richelieu wegenDingen, die ihm bei weitem wichtiger erschienen, nachFrankreich zurückzukehren, und obwohl GirolamoSoranzo von den Venetianern abgeschickt wurde, die-sen Entschluß durch stärkere Gründe und Vorstel-lungen zu hintcrtreiben, nahmen der Cardinal undKönig darauf keine Rücksicht, kehrten mit der Haupt-macht wieder um und ließen uur sechstausend Mannin Susa zurück, die Communication zu unterhaltenund auf Beobachtung des Vertrags zu wachen.

Während sich dieses Heer auf der einen Seite ent-fernte, näherte sich das Ferdinands, unter Anfüh-rung des Grafen Collalto, von veränderen; hatteGraubünden und das Veltlin überströmt und schickte sichan, nach Mailand zu entsteigen. Zu dem Schrecken,den dieser Heereszug schon an und für sich verbreitete,gesellte'sich auch noch das traurige Gerücht, ja die be-stimmte Nachricht, daß die Pest unter den Truppenwülhe, von der, wie Varchi bei Gelegenheit der einJahrhundert früher durch sie nach Florenz gebrachten,spricht, den deutschen Truppen immer etwas anhing.Allefsandro Tadino, einer der Mitglieder des Sanitat-kollegiums (außer dem Präsidenten, bestand cs ausvier Magistratspersonen und zwei Aerzten) bekam von