Druckschrift 
3 (1828)
Entstehung
Seite
99
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und sogar beabsichtigt batte, eine Menge der Un-glücklichen aus der Stadt flüchtete, um anderswodoch wenigstens in Freiheit zu leben und zu sterben,so stieg die Zahl der im Lazarethe theils als Gefan-gene, theils als Gaste Beherbergte, bald auf zehn-tausend. Weiber und Kinder mochten wohl, wennauch die schriftlichen Denkmale jener Zeit davonschweigen, von den Männern getrennt seyn. AnRegeln und Befehlen zu Erhaltung der Ordnungwird cs auch nicht gefehlt haben; man bedenke aberselbst, welche Ordnung, besonders in den damaligenZeiten und unter den damaligen Verhältnissen, aneinem Orte festgestellt und aufrecht erhalten werdenkonnte, wo sich eine so zahlreiche und verschiedenarti-ge Versammlung befand: freiwillig Gekommene undgefangen Hergeführte, Leute, die den Bettelstab, nurvon der äußersten Noth gezwungen, schmerz-undschaamerfüllt ergriffen, und solche, die ihn schon seitJahren als Broderwerb führten, Leute, in redlicherThäligkeit, auf Feldern und in Werkstätten und Lä^den ausgewachsen, und so viele andere in Gemeinheitversunkene, an ein Schenkenleben und Gesellschaftvon Schurken ihres Gleichen, an Müßiggang, Ver-brechen , Frechheit und Gcwaltthätigkeiten gewohnte-Von der Art, wie sie zusammen wohnten undlebten, würde man sich, auch wenn man keine gewissenNachrichten deshalb besäße» eine traurige Vorstel-lung machen können; wir wissen aber Näheres: Sir

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