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Leben aushauchte, seinen Leidensgefährten ein nochfurchtbareres Wahrzeichen, den anderen Wanderernein Gegenstand des Schreckens, vielleicht des Vor-wurfs. „Ich sah," schreibt Ripamonti, „auf derum die Stadtmauer führenden Straße den Leichnameiner Frau liegen — aus dem Munde hing ihr halbgekautes Gras und die schmutzigen Lippen schienen sichnoch mit krampfhafter Anstrengung bewegen zu wol-len, .... auf dem Rücken trug sie ein Bündel, ander Brust hing, mit Windeln befestigt, ein Säug-ling, der um Nahrung winselte_hinzugekommene,
mitleidige Menschen hoben das arme Geschöpf vomBoden auf und trugen cs, Mutterstelle an ihm ver-tretend, davon."
Der Gegensatz von Staatskleidern und Lumpen,von Ueberfluß und Elend, in gewöhnlichen Zeitenetwas sehr Gewöhnliches, hatte jetzt aufgehört. Lum-pen und Elend herrschten fast überall, zeichnetesich noch etwas von ihnen aus, so war es nur derAnschein beschränkten Wohlstandes. Man sah dieNobili in sittsamer, bescheidener, ja selbst abgenutzter,unschicklicher Kleidung einhergehcn, einige, weil dieUrsachen des allgemeinen Elendes auch ihre Umständeso weit zerrüttet, oder schon zerrütteten den letztenStoß gegeben hatten; andere, weil sie entwederfürchten mochten, die öffentliche Verzweiflung durchPrunk zu reizen, oder sich schämen, das öffentlicheElend zu beleidigen. Die hochgeehrten,. gehaßten