Das Opfer, welches aus dieser beweinenswer-then Volksmasse tagtäglich der Sterblichkeit gebrachtwurde, ward immer reichlicher: unaufhörlicher Zu-sammenfluß, anfänglich aus den benachbarten Ort-schaften , dann aus der ganzen Umgegend, dann ausden Städten des Hcrzogthums und zuletzt auch ausfremden; wahrend dagegen wieder ohne Unterlaß äl-tere Bewohner dieser Stadt auswanderten, einige,sich dem Anblicke so vieler Plagen zu entziehen; an-dere, weil sie gewissermaßen von so vielen Neuange-kommenen Bettlern aus dem Felde geschlagen warenund einen letzten, verzweifelten Versuch machen woll-ten, auswärts Unterhalt zu finden, gleichviel anwelchem Orte, nur an einem, wo zum Wenigstendie almosenflehende Menge nicht so groß, der An-drang nicht so rasend. Die einen wie die ande-ren Wanderer begegneten sich auf ihrem Wege, dieeinen zu der anderen Schauder und Entsetzen. Jam-mervoller Beweis, finsteres Anzeichen, welches Endeden einen Wieden anderen bevorstehe! Dennoch ver-folgte Jeder seinen Weg, wenn auch nicht mit derHoffnung, sein Schicksal zu andern, doch um we-nigstens nicht wieder unter einen Himmel zurückzu-kehren, der ihm entsetzlich geworden war, um Ortenicht wieder zu sehen, die ihn in Verzweiflung sahen;dennoch verfolgte jeder seinen Weg, wenn nicht eineroder der andere, hatte der Hunger seine letzten Lebens-kräfte aufgezchrt, auf dem Wege umsank und sein
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