Druckschrift 
3 (1828)
Entstehung
Seite
70
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cr schreiben sollte, nicht selbst überzeugt/ so wußteauch er zu Zeiten sein: nein! anzubringen. Be-müht Euch selbst," pflegte ec dann zu sagen,scheintEuch die Sache so ausgemacht, so vollbringt sieselbst." Donna Praxedia hatte eine Zeitlang verge-bens versucht, ihn zu stimmen und ihrem Willenzu unterwerfen; mußte sich dann aber genügenlassen, ihn oft auszuschelten, ihn einen verdrosse-nen, eigensinnigen Menschen, einen Gelehrten zunennen; welcher Titel, wenn cr auch spottwcise ertheiltward, ihm doch ein wenig Wohlgefallen erregte. DonFcrrante verlebte viele Stunden des Tages in seinemStudirzimmer, wo er eine beträchtliche Bücher-sammlung, nicht viel weniger als dreihundert Bandeausgestellt hatte: lauter ausgesuchte Sachen, lauterhochberühmte Werke verschiedenen Wissens, in denenallen er, ohne Ausnahme, mehr oder weniger be-wandert war. In der Astrologie hielt man ihn ausguten Gründen für mehr als bloßen Dilettanten, erhatte nicht blos die allgemeinsten Begriffe, den be-kannteren Wortschwall' von Influenzen, Aspekten,Konjunktionen, lnne, sondern verstand, wie vom Ka-theder, über die geheimsten, abstraktesten Lehrsätze die-ser Wissenschaft zu räsonnircn. Schon seit zwanzigJahren führte er einen hartnäckigen Streit mit einemgelehrten Widersacher, der sich im Grunde um wei-ter nichts drehte, als um den, in einem gewissenFalle von ihm bestrittenen Punkt: daß die Neueren,