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Süßes zu mildern und ihren Endzweck besser zu be-werkstelligen, indem sie auf jede Weife auf das Ge-müth wirke. So viel war gewiß, daß die gute Luziaaus allen diesen Wortstreiten (die immer, ohne Aus-nahme, einen Gang, einen Anfang und ein Ende hatten)im Grunde keinen Groll gegen die bittere Pcedigerinnahm» die sic im Uebrigcn sehr menschlich behandelte,und doch auch in diesem Punkte eine gute Absichthatte. Es blieb ihr aber wohl eine Wallung, einAufruhr der Gedanken und Gefühle, daß es ihr nichtwenig Zeit, vieles Bemühen kostete, ihre frühereRuhe wieder zu erlangen.
Zu ihrem großen Glücke war sie nicht die Ein-zige, der Donna Praxedia wohlzuthun hatte,, denndies verhinderte allzuhausigen Wortwechsel. Außerder ganzen übrigen Familie, alles Köpfe, die mehroder weniger nöthig hatten, geleitet oder zurecht ge-wiesen zu werden; außer allen anderen, sich darbie-tcnden oder ausgesuchten Gelegenheiten, dieselbenDienste aus gutem Herzen, so vielen Menschen, de-nen sie gar keine Verbindlichkeit schuldig war, zuleisten, hatte sie auch noch fünf Mädchen, von de-nen zwar keine im Hause war, die ihr aber bei weitemmehr zu schaffen machten, als waren sie im Hausegewesen. Drei waren Nonnen, zwei verheirathet;wonach Donna Praxedia also drei Klöster und zweiHaushaltungen in Zucht zu halten hatte: ein großes,schwieriges Unternehme», ein um so bedenkliches Un-