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Bild, was die alte Frau von dem armen Flüchtlingeentwarf, rüste in dcm Herzen des Mädchens lebhaf-ter und bestimmter als jemals die Idee, welche sicsich durch lange Gewohnheit von ihm bildere, zumWiderstande wach; die gewaltsam unterdrückten Er-innerungen erstanden in Menge, Mißwollcn undVerachtung rüsten so viele alte Ursachen zu Achtungund Gleichgefühl wieder hervor; der blinde, unbän-dige Haß gab dem Mitleidcn nur neue Kräfte, undwer vermag zu bestimmen, wie viel unter diesen Ge-fühlen von jenem verborgen seyn mochte, das mitihnen so leicht in den Herzen Zugang findet, undsich, wo es schon weilt und wo man cs gewaltsamentfernen will, wohl sicherlich nicht geringe fühlbarmachen wird. Wie dem aber auch sep, Luz'a konntedas Gespräch niemals lange führen, ohne daß ihreWorte sich in Thränen auflösten.
Hätte ihr Donna Praxedia diese Behandlung et-wa aus Haß oder Groll widerfahren lassen, so hättenihn Thränen vielleicht überwunden und sie zu schwei-gen vermocht; sie sprach aber für die gute Sache,sprach also ungerührt weiter: wir flehen, seufzen,schreien, wohl die Waffe eines Feindes, nicht aberdas Messer des Wundarztes abzuwenden im Stan-de- Als sie auch diesmal ihre Pflicht wohl erfüllthatte, ging sie von Vorwürfen und Verweisen zuErmahnungen, Nathschlägen über und versetzte sieselbst mit einigen Ledsprüchen, das Bittere durch
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