Druckschrift 
3 (1828)
Entstehung
Seite
65
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Gedanken oft bei ihrer Mutter, und wie hatte dasnicht seyn sollen? so kam bald auch der unsichtbare Renzoleise leise als der Dritte hinzu, wie der wirkliche Ren-zo so oft zu thun pflegte, und aus gleiche Weise führ-ten ihn alle Personen, alle Orte, alle Erinnerungen derVergangenheit ihr zu. Ließ sich das arme Kind zuweilenverleiten, einen Blick in das Dunkel ihrer Zukunlt zuthun,so stand er auch da vor ihr und sagte: ich werde nichtbei dir seyn ! Wie es aber auch Luzien unmöglich war,gar nicht an ihn zu denken, so gelang es ihr doch inder That, es seltener und bis zu einem gewissen Grademinder heftig zu thun; cs würde ihr selbst noch besserdamit gelungen seyn, wenn sie es für sich allein ge-wollt hatte. Donna Prayedia hatte aber mit demernsten Verlangen, sein Bild aus ihrem Herzen zuvertilgen, kein besseres Mittel dazu aussinden können,als oft mit ihr von ihm zu reden.

Nun?" sagte sie ihr,denken wir noch immeran ihn?"

Ich denke an Niemand," entgegnete Luzia.

Donna Praxedia ließ sich an einer solchen Antwortnicht genügen, antwortete, man müsse handeln, nichtbloß reden, erzürnte sich über der Mädchen Weise,die," sagte sie:haben sie sich einmal an einen liederli-chen Menschen weggeworfen, den sie gerade immer amliebsten haben, nicht wieder von ihm lassen wollen. Aufeine anständige, vernünftige Hcirath mit einem ordentli-chen, rechtschaffenen Manne, verzichten sie, kann aus ihrHl. E