Druckschrift 
3 (1828)
Entstehung
Seite
59
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einem Dorfe, wo man noch Niemand genau kannte,nicht so leicht zu haben. Die zweite Schwierigkeitverursachte das Aufsindcn eines Boten, eines Man-nes, der gerade nach jener Gegend wandere, den Briefmitnchmen und sich wirklich die Mühe geben wolle,ihn richtig zu bestellen; welches alles sich schwer ineinem einzigen Menschen vereinen ließ.

Endlich, nach langen Suchen und Prüfen, fand er.Jemand, der den Brief schrieb. Da er nicht wußte,ob die Frauen noch in Monza, wo sie waren, fand ehfür dienlich, den an Agnesen gerichteten Brief miteinem Umschläge an den Pater Christoforus zu versehenund diesem ebenfalls einige Zeilen zu schreiben. DerSchreiber der Briefe übernahm auch die Besorgungund übergab sie Jemand, der nicht weit vor Pesca-renico vorbei mußte, und sie unterweges in einemWirthshapse, an dem dem Kloster nächsten Punkteließ und die Bestellung sehr angelegentlich empfahl.Da sie an ein Kloster gerichtet waren, gelangten sieauch wirklich dahin; was aber weiter aus ihnen ward,hat man nicht erfahren. Ais Renzo keine Antwortempfing, ließ er einen, dem erstem, ähnlichen Briefschreiben und ihn einem anderen, an einem seinerBekannten oder Verwandten in Lecco, beischließen.Es wurde ein anderer Bore gesucht und gefunden, unddiesmal erreichte die Botschaft wirklich ihre Bestim-mung. Agnes lief nach Maggianico, ließ sich denBrief von ihrem Vetter Alexis lesen und erklären,