Druckschrift 
3 (1828)
Entstehung
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gen anstellte: Cardinal Friedrich hatte den beidenFrauen nicht blos zum Scherz versprochen, über denarmen Menschen Erkundigungen einzuziehen, erhalteungesäumt seinetwegen geschrieben, und als er wiedernach Mailand zurückgckehrt war, die Antwort vor-gcfunden: man könne über den ungefragten Menschennichts Befriedigendes mittheilen: er habe sich aller-dings eine Zeitlang in dem besagten Dorfe, wo manihm gar nichts nachsagen könne, ausgehalten; sep,aber eines Morgens plötzlich verschwunden, und seinVerwandter, bei dem er sich aufgehalten habe, wissenicht, was aus ihm geworden und könne seinetwegennur einige sich widersprechende, auf nichts beruhendeGerüchte, wiederholen, nach denen er sich habe nachder Levante anwerben lassen, nach Deutschland ge-flohen und auch beim Durchwaten eines Flusses er-trunken scy; man werde nicht ermangeln, ferner wach- -sam zu bleiben, um jede etwaige, besser begründete,Nachricht Seiner Eminenz alsobald mitzutheilen.

Späterhin verbreiteten sich diese und andere-Ge-,rüchte auch in der.Gegend um Lecco und kamen auchAgnesen zu Ohren., Die gute Frau that ihr Mög-lichstes, das eigentlich Wahre zu erforschen, diesemoder jenem nachzuspürcn; es gelang ihr aber durch-aus nicht mehr als:es heißt," was noch heut zuTage zur Glaubhaftigkeit so vieler Sachen hinreicht,zzr erfahren. Man hatte ihr zuweilen kaum das Eineoder Andere hinter bracht, als schon Jemand anderslll. D