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kam und ihr versicherte, cs sey ganz und gar nichtsdaran; aber etwas Anderes, nicht minder Seltsamesund Entsetzendes, sey für gewiß anzunehmen. Eswaralles bloßes Gerede, denn die Sache verhielt sich fol-gendermaßen: Der Gouverneur von Mailand undGencralkapitain von Italien, Don Gonzalo Fernan-de; de Eordova, hatte sich bei dem venetiamschen Re-sidenten in Mailand höchlich beschwert, daß man ei-nem Schurken und ausgemachren Bösewichte, einemBeförderer von Mord und Plünderung, dem berüch-tigten Lorenzo Tramaglino, der, um sich zu befreien,selbst in der Gewalt seiner Richter noch Aufruhr er-regt habe, im Gebiete von Bergamo Aufenthalt undSchutz gewähre. Der Resident hatte entgegnet, erwisse nichts davon, werde aber nach Venedig schreiben,um Seiner Excellenz mitzutheilen, wie sich die Sacheverhalte. Venedig fand es seinem Interesse gemäß,die Neigung der Mailänder Seidenarbciter, nach Ber-gamo auszuwandern, aufalle Weise zu befördern und zuerhalten, und gewahrte ihnen deshalb alle nur mög-liche Vortheile, vornehmlich, ohne welchen kein an-derer in Betracht kommt, den persönlicher Sicherheit.Wie es nun aber zwischen zwei streitenden mächtigenPartheien immer, mehr oder weniger über einenDrillen hergeht; so wurde Bortolo, unter der Hand,wir wissen njcht von wem, benachrichtigt, Renzohabe seinen Aufenthalt in diesem Dorfe nichtgut gewählt und würde besser thun, sich in eine an-