Druckschrift 
3 (1828)
Entstehung
Seite
43
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sen ist. Ich nehme einen sichern Mann, einen Ver-wandten mit mir, etwa den Alexis aus Maggiam'co:denn im Dorfe selbst giebt es eigentlich gar keinensichern Mann: komme mit ihm, die Zehrung ist unsreSache und ...., verstehst Du wohl?_"

Als sie aber empor sah und gewahrte, daß Luzia,statt froh nur immer bekümmerter zu werden schien,nur die trostloseste Zärtlichkeit ein den Tag legte, hieltsie mitten in ihrer Rede inne und sagte: Was hastDu denn aber? Meinst Du nicht so?"

Arme Mutter!" riefLuzia, einen Arm um sieschlingend und das weinende Gesicht auf ihre Brustneigend.

Was ist's denn?" fragte die Mutter ängstlich.

Ich hatte es Euch Vorhersagen sollen," sagteLuzia, ihr Antlitz erhebend und sich fassend, aber ichhabe immer nicht den Muth dazu gehabt: habt Mit-leid mit mir."

Nur weiter, weiter, also_?"

Ich kann nicht mehr die Frau des armen Men-schen werden!"

Wie? was?"

Mit gesenktem Kopfe, hochklopfender Brust,thranenlosem Kummer, wie man wohl etwas Unseli-ges, was nicht zu ändern ist, erzählt, entdeckte Lu-zia ihr Gelübde; bat mit gefallenen Händen wieder-holt um Vergebung, so lange geschwiegen zu haben;bat die Mutter, mit keiner Mcnschenscele davon zu