Druckschrift 
3 (1828)
Entstehung
Seite
39
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sowohl, als alle seine beendeten Gesö)äfte: geschlichtete,(oder was leider! nur häufiger) bcigelegte Handel zwi-schen Einzelnen sowohl, als Familien und ganzenDörfern: gänzliche, oder doch wenigstens augenblick-liche Bekehrung gottloser Gewalthaber; was Alles, mehroder weniger, in jeder Ortschaft der Diöcese, welchedieser treffliche Mann besuchte, zur Sprache kam.

Wir haben zu berichten, daß am folgenden Mor-gen Donna Praxedia in der Absicht anlangte, Lu-zien abzuholen, und den Cardinal, der sie ihr mitvielem Lobe warm anempfahl, zu bekomplimenticen.Lu;ia trennte sich gewiß unter zahllosen Thranen vonihrer Mutter, verließ ihr heimisches Häuschen, sagteihrem Dorfe zum zweitenmale mit der geschärfterenWehmuth Lebewohl, die wir beim Scheiden von ei-nem Orte empfinden, der uns über alles thcuer warund es nicht mehr seyn kann. Der Abschied von derMutter ward indeß erst vorläufig genommen, dennDonna Praxedia hatte erklärt, sie werde noch einigeTage auf ihrem, dem Dorfe unfernen Landsitze wei-len, und Agnes versprach der Tochter, dahin zu kom-men, um ihr dort das letzte, schmerzlichere Lebewohlzu sagen. Als auch der Cardinal sich eben in Bewe-gung nach einem andern Kirchspiele zu setzen !m Be-griffe war, kam der Pfarrer Lessen, in welchem dasKastell des Unbekannten lag, an, und verlangte, ihnzu sprechen. Vsrgelassen, überreichte er einen Briefund eine Rolle Geld von Seilen des Unbekannten,