Druckschrift 
3 (1828)
Entstehung
Seite
37
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nichts von ihr wissen will, am Ende sich aber dennochentzündet und, wohl oder übel, glimmt. Ohne denGedanken an Don Rodrigo würde er sich haben lautanklagen, weinen können; bei alle dem gab er aberdennoch Zeichen von Rührung von sich, und der Car-dinal gewahrte, daß nicht alle seine Worte auf un-fruchtbaren Acker gefallen waren.Jetzt," fuhr erfort,ist der eine seines Hauses flüchtig, die An-dere im Begriff, das ihre zu verlassen: Beide habendazu nur allzuviele Ursache, haben keine Hoffnung,sich jemals wieder hier zu vereinen, wenn eS auchGottes Wille wirklich wäre, sie wieder zusammen zuführen. Jetzt haben sie leider! Eurer nicht mehr-thig, Ihr habt leider! keine Gelegenheit, ihnenwohlzuthun, und unsere Kurzsichtigkeit vermagaus dem Dunkel der Zukunft keine zu erspähen. Ver-mag deshalb der allbarmherzige Gott nicht, uns den-noch eine oder die andere darzubieten? O, laßt keinevorübereilen! Sucht sie auf, seyd unermüdlich, bit-tet Gott, sie Euch an die Hand zu geben!"

Das will ich thun, gnädiger Herr, gewiß daswill ich thun," entgegnete Don Abbondio, mit einerStimme. die von Herzen kommen mußte. Wohl,mein Sohn, wohl!" rief Friedrich und schloß mitder liebreichsten Würde:der Himmel weiß, obich gewünscht hätte, mit Euch auf ganz andere Weifereden zu können. Wir stehen beide schon in hohemAlter: der Himmel weiß, ob es mir hart ankam,