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3 (1828)
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wurden, die aufrichtige Mahnung Eures Hirten zuvernehmen? Daß sie Euch Veranlassung wurden, diegroße Schuld, die Ihr gegen sie habt, besser zu erkennenund einen Theil davon abtragen zu können ? Und wennsie Euch erzürnt, beleidigt, gequält hatten, würde ichEuch (und muß ich Euch das erst sagen ?) ermahnen, siezu lieben, eben deshalb zu lieben. Liebt sie, weil sie gelit-ten haben, weil sie leiden, weil sie Euch angehören,weil sie schwach sind, liebt sie um der Vergebung wil-len, die Ihr bedürft; bedenkt, was sicherlich ihre Für-bitte vermag!" DonAbbondio schwieg, doch schwieger nicht mehr so ärgerlich und verstockt wie früher,sondern wie Jemand, der mehr zu bedenken als zusagen hat. Die Worte, welche er vernahm, warenunerwartete Folgen^ neue Auslegungen einer, auchin seinem Gemükhe, alten, unbestreitbaren Lehre.Anderer Kummer, dessen Mitgefühl ihn immerdar derFurcht für sich selbst enthoben hatte, übte jetzt einenganz neuen Eindruck auf ihn aus. Wenn er auchnicht alle die Reue empfand, die die Reden des Car-dinals ihm erregen wollten, (denn eben jene Furchtwar allzeit wach, und bereit, seinen Sachwalter abzu-geben) so empfand er doch einige Reue, empfand einMißbehagen mit sich-,-Mitleiden mit Anderen, em-pfand ein Gewirr von Zärtlichkeit und Betäubung,glich , wenn der Vergleich statthaft, einem feuchtenLampcndochte , dev, wenn man ihn an esne,Flammehält, anfänglich dampft und sprüht Ulch knistert und

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