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3 (1828)
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kenntniß erwecke. Werst mir freimüthig meine Ge-brechen vor und donn werden auch die Worte meinesMundes größeren Werth erhalten, denn Ihr werdetlebhafterfühlen, daß sie nicht von mir, sondern vonDem kommen, der Euch wie mir die Kraft gebenkann, zu thun, was sie verschreiben!"

O welcher heilige Mann! Aber, welcherPlagegeist," dachte Don Abbondio,sogar seinerselbst! immer muß er etwas zu stören, grübeln,andern, tadeln haben, sogar mit sich selbst." Lautsagte er: Gnädiger Herr! scherzt Ihr denn ? Wer

kennt nicht das große Gemüth, den unermüdlichenEifer Euer Eminenz?" Im Herzen fügte er hinzu:Nur zu sehr!"

Ich wollte kein Lob von Euch hören, das michschaudern macht," sagte Friedrich:denn Gott kenntmeine Schwachen und, so viele ich selbst kenne, reichenhin, mich zu demüthigen. Aber ich hatte gewünscht, ichwünschte, daß wir uns zusammen vor Ihm demü-thigten, um uns beide!m Vertrauen zu stärken. Ichwünschte um Euretwillen, daß Ihr fühltet, wie straf-bar Euer Benehmen war, wie sehr Eure Sprachedem Gebote entgegen ist, das Ihr doch prediget undnach dem man Euch richten wird."

Es hat sich Alles gegen mich verschworen,"sagte Don Abbondio,aber die Angeberinnen habennicht gesagt, daß sie mit Verrath in mein Haus bra-