Druckschrift 
3 (1828)
Entstehung
Seite
31
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zu setzen, daß schändliche Gewaltthati'gkeit Euch ander Ausübung Eures Amtes hindern wolle?"

Was rielh mir Perpetua?" dachte DonAbbondio ärgerlich; mitten unter den Reden desEardinalS stand ihm aber doch nichts lebhafter vorAugen als das Bild der Bravi, und nichts lebhaftervor dem Geiste als der Gedanke, daß Don Rodrigofrisch und gesund sey und, über kurz oder lang, ruhm-reich und siegend und zornentbrannt zurückkehren wer-de. Und obwohl die vor ihm stehende hohe Würde,ihr Anblick und ihre Rede ihn verwirrten und ein-schüchterten; so brachte sie ihn doch nicht um die Be-sinnung und binderte ihn nicht, sich in Gedankengegen sie aufzulehnen, zu bedenken, daß der Cardi-nal am Ende doch weder Flinte, noch Degen, nochBravi gegen ihn anwenden könne-

Konntet Ihr nicht denken," fuhr dieser fort,daß, wenn den Unglücklichen auch sonst kein Asylblieb, ich doch noch da war, sie zu schützen und inSicherheit zu bringen, wenn Ihr sie mir zusandlet;wenn Ihr die Hülfloscn ihrem Bischoffe zusandtet,als ein köstliches Theil seines Reichthumes, nichtseiner Bürden? Und was Euch betrifft, so würde ickfür Euch gesorgt haben, würde keine ruhige Nachtgehabt haben, bevor ich nicht versichert gewesen wäre,es vermöge Niemand Euch ein Haar zu krümmen;bevor ich nicht auf irgend eine Weise Euer Lebenaller Gefahr entzogen hatte. Und glaubt ihr denn,