und Leid, sehen zu.muffen, wie geringe Ordnung indiesem Punkte um die Person des Cardinals beobach-tet wurde. „An Allem," pflegte er zu der anderenDienerschaft zu sagen, „ist nur die allzugroße Gütedieses Gebenedeitcn» nurseine allzugroße HerablassungSchuld;" hatte er doch schon mehrmals mit seinenleiblichen Ohren gehört, daß man demselben ein blo-ßes: „Ja" oder „Nein" zur Antwort gab! Dader Cardinal eben beschäftigt war, mit Don Abbon--dio über Kirchensachen zu reden, so blieb diesem keineZeit, den Frauen, wie er sich vorgenommen hatte,gute Lehren zu geben, und er konnte nichts für sichthun, als ihnen, indem er das Zimmer verließ undsie naher traten, mit den Augen zu verstehen zu geben,daß er mit ihnen zufrieden sey und sie fortfahren sollten,redlich zu schweigen. Nach den ersten freundlichen Be-tvillkommungen aufder einen, den ersten tiefen Verbeu-gungen auf der andern Seite, zog Agnes den Briefaus ihrem Brusttuche und reichte ihn dem Eardinale mitden Worten dar: „Er ist von Donna Praxedia, die unssagte; daß sie Euer Gnaden Eminenz sehr gut kenne; wienatürlich ein Großer und Vornehmer den anderen kennt.Ihr werdet schon sehen, wenn Ihr gelesen habt."
„Gut," sagte Friedrich, als er gelesen und deneigentlichen Sinn der Redeblumen Don Ferrante'serforscht hatte. Er kannte das Haus so weit, umversichert zu seyn, daß die Einladung in guter Absichtgeschehe und Luzia daselbst vor jeder List und Gewalt
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