Druckschrift 
3 (1828)
Entstehung
Seite
17
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keines besonderen Nachdenkens, um zu wissen, daßdas Köpfchen auch seinen Kopf habe. Und das Er-röthen bei, das Geseufze nach jedem Worte.... Unddann die beiden gewaltigen Augen, die der DonnaPraxedia gar nicht gefallen wollten! Sie hielt sich soüberzeugt, als wenn man sie überzeugt habe, daßalles Mißgeschick Luziens nur Strafe des Himmels,für ihre Befreundung mit jenem Schurken, nurMahnung sey, von ihm zu lassen. Diesen festgestell-ten Punkten gemäß wollte sie wohlthun. Siepflegte zwar immer zu sich und Anderen zu sagen:all ihr Sinnen und Trachten ziele nur dahin, die Ab-sichten des Himmels zu befördern; wobei sie sich dannmanchmal gar arg trog und die Grillen ihres Sinnesfür den Willen des Himmels nahm — aber sic bütetesich dennoch, die eben erwähnte, geheimeAbsicht zu ver-rathen. Nach einer ihrer Maximen durfte man, in denmeisten Fällen, wo man irgend einen Zweck glücklich er-reichen wollte,sich durchaus nichts von ihm merken lassen.

Mutter und Tochter sahen sich an- Die Noth-wendigkeit der Trennung an und für sich war da, derAntrag erschien Einer wie der Anderen sehr annehm-bar, schon aus dem alleinigen Grunde der Nähe desOrtes bei ihrem Dorfe, dem zu Folge sie im äu-ßersten Nothsalle ungesäumt zu einander ihre Zu-flucht nehmen konnten. Eine las in der AnderenAugen Zustimmung und Beide wandten sich an Don-na Praxedia mit dem Danke für genehmigte Gabe.HI. B