denen der Mutter verschieden, eigentlicher hatte siegar keine, hatte sich ganz der Vorsehung ergeben;suchte deshalb auch immerdar das Gespräch sollen zulassen, zu Hintertreiben; sagte wohl im Allgemeinen:sic habe keine Hoffnung mehr, wünsche nichts mehrauf dieser Welt, als bald wieder mit ihrer Muttervereint zu leben, und mehr als einmal drängten sichThräncn in ihre Rede.
„Weißt Du, weshalb es Dir so erscheint?" sagteAgnes, „weil Du zu viel gelitten hass und nicht glau-ben kannst, daß noch alles gut werde. Aber laß nurden Herrn walten, laß nur erst eine Hoffnung wiederkommen; und dann magst Du mir sagen, ob ichnicht manchmal Recht habe?" Luzia küßte der Mut-ter Hand und weinte.
Ucbrigens war zwischen ihnen und ihren Wirths-leuten. große Freundschaft; zwischen wem konnteFreundschaft auch eher entstehen, als zwischen gutenMenschen, die Wohlthaten säen, und guten Menschen,die sie ernten? 'Agnes batte gar viel mit der Haus-frau zu schwatzen. Der Schneider unterhielt alleDrei mit moralischen Geschichten und Vorträgen, be-sonders über Tische hatte er immer eine schone Ge-schichte von den Vätern in der Wüste zu erzählen.
Wenige Miglien unfern dieses Dorfes lebte aufeinem Landsitze ein sehr vornehmes Paar: Don Fer-rante und Donna Praxcdia, deren Geschlechtsnameuns unbekannt. Donna Pcaxedia war eine alte, sehr