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3 (1828)
Entstehung
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bei der ersten feierlichen Prozession in den Dom, warder Volkszudrang um seine Person so bedeutend, daßman für sein Leben fürchtete und einige der ihm zu-nächst gehenden Edclleute sich genölhigt sahen, dieMasse mit bloßen Degen in Furcht zu setzen und zu-rückzutreibcn. Man sieht, wie schrankenlos undtoll die Sitten damals seyn mußten, daß selbst, wennman einem Bischoffe, in der Kirche, wahrend desGottesdienstes, seine Ehrfurcht beweisen wollte, Mordund Todschlag unfern waren. Selbst die Vertheisdigung der EdeUcute würde fruchtlos geblieben seyn,hätten nicht zwei rüstige, muthvolle Priester denCardinal auf die Arme genommen und vom Eingängedes Tempels bis zu den Stufen des Hochaltares ge-tragen. Man kann in vollem Ernste diesen erstenKirchgang, so wie jeden folgenden, jeden Besuch derKirchsprengel, als von Friedrich bestandene, mehroder minder bedeutende Gefahren ansehen. Auchdiesmal kostete es ihm Mühe, zur Kirche zu gelangen;er ging zum Altäre, predigte eine Weile, sagte, nachseiner Gewohnheit, zwei Worte zu den Umstehenden,von seiner Liebe zu ihnen, von seinen innigen Wün-schen für ihre Seligkeit, wie sie sich auf den morge n-den Gottesdienst bereiten sollten, und nachdem er sichin die Wohnung des Pfarrers begeben Halle, fragteer denselben, unter vielen, mit ihm zu besprechendenDingen, über Ncnzo's Aufführung und Charakter.Don Abbondio meinte, er sey ein wenig wild, starr-