Festlichkeiten, über den Lärm, der ihn betäubte, überdas Drängen und Treiben der Leute, über dem, wieer zu sich selbst sagte, ihm Hören und Sehen vergehe,und über die geheime Befürchtung, daß die Weibervielleicht geschwatzt haben möchten und er nun wegender Hcirath werde zur Rede gesetzt werden. Der Car-dinal, oder vielmehr die Menge, in deren Mitleer in seiner, vom Gefolge rings umgebenen Sanftesaß, erschien, denn von ihm und seinem Gefolge selbstsah man nichts, als ein Zeichen in der Luft, dieSpitze des vom Kaplane, auf einem Maulesel vorge-tragenen Kruzifixes- Als die mit Don Abbondiowandernde Menge die mit dem Cardinal« nahendevon fern erblickte, lief sie ihr eilig und ungeordnetentgegen. Don Abbondio rief drei, viermal: „Halt,halt, bleibt in Reihe und Glied! was thutJhr?'?kehrte dann ärgerlich wieder um, murmelte vor sichhin: „O Babilon! Vabilon!" ging in die leereKirche und erwartete da die Ankommenden.
Der Cardinal nahete» mit der Hand Segen spen-dend, aus aller Munde Segen empfangend, undsein Gefolge hatte vollauf zu thun, den Andrang nurein wenig abzuhalten. Die guten Leute glaubten sich,als aus einem Dorfe mit Luzicn, verbunden, denErzbischofs außerordentlich zu ehren; was aber, danach alter Gewohnheit, jedes Dorf, wohin er kam,schon sein Möglichstes that, eine sehr schwere Sachewar. Schon im ersten Anfänge seines Pontifikats,