Druckschrift 
3 (1828)
Entstehung
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gens vor Sonnenaufgang auf, setzte sich kn einenWagen, Griso und einige andere Bravi mußten sichvorn und hinten von außen aufsetzen; er gab Befehl,daß sammtliche Dienerschaft folge, und floh, floh (mangestatte diesen Vergleich aus dem hehren Alterthume)wie Eatilina aus Rom, zornentbrannt, gelobend,bald, auf andere Weise, zurückzukehren, sich zu rächen.

Der Cardinal besuchte jeden Tag ein anderes Kirch-spiel kn der Nähe von Lecco. An dem Tage, wo manihn in Luziens Dorfe erwartete, hatte sich eine großeAnzahl der Einwohner auf den Weg, ihm entgegengemacht. Am Eingänge des Dorfes, gerade nebendem Häuschen unserer beiden Frauen, war eine Ehren-pforte, aus eingerammelten Baumstämmen, errichtet,mit Aesten durchflochlen < mit Stroh und Bisamüberkleidet und mit grünen Zweigen, von Dornsträu-chen und Stechpalmen mit röthlichen Beeren, geziert.Die Vorderseite der Kirche war mit Teppichen umhan-gcn, von jeder Fensicrbrüstung flatterten Betttücherhernieder, Kinderwindcln, als Fahnen aufgesteckc,wehrten in den Lüften ; alles das wenige Nöthige, waSgeschehen konnte, war, wohl oder übel, hinlänglichgeschehen. Zur Vcsperzcit, zu welcher StundeFriedrich in den zu besuchenden Kirchspielen anzukom-men liebte, zogen auch die noch zu Hause Gebliebenen,meistens Greise, Weiber und Kinder, theils in Lei-hen, theils haufenweise, ihm entgegen. Vor ih-nen her ging Don Abbondio, mißvergnügt bei allen