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3 (1828)
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ohne solche Rücksichten, wies mit Fingern auf sie,sähe sie scheel an, und sie fanden gerathen , sich füreinige Zeit nicht öffentlich blicken zu lassen.

Don Nodrigo selbst, vom Blitzstrahle dieser Nach-richt getroffen, die der von Tag zu Tag, vonMinute zu Minute erwarteten, so wenig glich, blieb.Gift und Galle einsaugend, mit seinen Brav! zweiTage lang in seinem Pallaste verborgen; am drittenreiste er nach Mailand. Hätte es sich um sonst nichtsgehandelt, als um das Gemurmel der Menge, sowürde er vielleicht, da die Sachen einmal so weit ge-diehen waren, geblieben seyn, getrotzt haben, würdebei Gelegenheit Allen, an dem Einen oder Andernder Verwegensten, ein Exempel statuirt haben; wasihn vertrieb,. war aber das allgemeine Gerücht, daßder Cardinal auch in diese Gegend komme.

Der gräfliche Oheim , der von der ganzen Sachenichts wußte, als was Attilio ihm etwa gesagt habenmochte, würde wahrscheinlich verlangt haben, daßDon Rodrigo dem Cardinale bei dieser Gelegenheitden ersten Besuch mache, um, was doch ganz anderswürde geworden seyn, bedeutende, öffentliche Aus-zeichnungen zu empfangen. Er würde es verlangt,würdedie ausführlichste Rechenschaft davon verlangt haben;denn es war eine wichtige Gelegenheit, das Ansehenzu zeigen, dessen das ganze Geschlecht bei einer derhöchsten Würden genoß. Um sich aus dieser Verle-genheit zu ziehen, stand Don Rodrigo eines Mor-