Druckschrift 
1 (1842)
Entstehung
Seite
65
Einzelbild herunterladen
 

65

Thrasybulus.

man im Sprichwort sagt, daß die Mutter des Besorgtennicht zu weinen pflege. Uebrigens verstärkten sich Thrasybu-lus Streitkräfte nicht in dem Maße, wie er es erwartethatte. Denn schon damals sah man die Gutgesinnten muthi-ger, für die Sache der Freiheit zu sprechen, als zn fechten.Von hier begab er sich nach dem.Piräeus hinüber und befe-stigte Munychia. Zweimal versuchten die Tyrannen einenAngriff auf diese Festung und wurden beidemal mit Schmachzurückgewicseu; sie verloren Waffen und Gexäcke und flüchte-ten in die Stadt zurück. Thrasybulus benahm sich dabei miteben so viel Klugheit, als Mnth. Er verbot nämlich, dieFliehenden zu mißhandeln, denn er hielt es für gerecht, daßder Bürger den Bürger schone. Auch wurde keiner verwun-det, der nicht selbst zuerst angriff. Keinen Gefallenen ließ erseiner Kleider berauben, Nichts überhaupt anrühren, alsWaffe», die er bedurfte, und Lebensmittel. Im zweitenTreffen fielKritias, das Haupt der Tyrannen, indem er mitder größten Tapferkeit Thrasybulus gegenüber focht.

Z. Nachdem Falle dieses Mannes kam Pausanias, Kö-nig zu Lacedämon, Denen in Athen zu Hülfe. Dieser brachtezwischen Thrasybulus und der Besatzung von Athen einenFrieden zu Stande mit folgenden Bedingungen:Außerden dreißig Tyrannen und den zehn Regenten, die nachhergewählt worden und mit der alten Grausamkeit verfahrenwaren, sollte Niemand verbannt, keine Güter eingezogen, dieRegiernngsgcwalt dem Volke zurückgegebcn werden." Eineedle Handlung des Thrasybulus war auch, daß er nachWiederherstellung des Friedens, ungeachtet er den mächtig-Nepos. is Bdchn. 5