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1 (1842)
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Vorrede.

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urtheilt, so wird es ihnen nicht auffallen, wenn ich bei derSchilderung der glänzenden Eigenschaften Griechischer Heldenmich an ihre Volkssitte gehalten habe. So war es für Ei-men, einen der ersten Männer Athens, nichts weniger alSentehrend, wenn er mit seiner Schwester ") eerheirathet war.Denn seine Mitbürger hatten dieselbe Sitte. Nach nnsernSitten dagegen hält man dleß für verbrecherisch. In Grie-chenland sieht man es als eine Ehre für einen Jüngling an,recht viele zärtliche Freunde skiebhabeiJ zu haben. In Lace-dämon gilt keine Wittwe für so vornehm, daß sie nicht nmLohn die Bühne beträte. Fast in ganz Griechenland ward«s für hohe Ehre gehalten, als Sieger in Olympia ausgern-fen zu werden. Auf der Bühne anfzutreten und dem Volkesich im Schauspiele zu zeigen, machte bei diesen Völkerschaf-ten Niemand Schande. Bei uns Römern gilt dieß All-stheilS für entehrend, theils für erniedrigend und dem sittli-che» Anstande widersprechend. Auf der andern Seite ist nachunserer Sitte manches schicklich, was man bei Jenen für un-schicklich hält. Denn, welcher Römer schämt sich, seine Gat-tin zu einem Gastmale mitznnehmen? Und welche Hausfraubewohnt nicht den vordersten Theil des Hauses und erscheintim Besuch - und Gesellschaftszimmer? Ganz anders ist dießin Griechenland. Hier darf sie zn keinem Gasimale, als un-ter Verwandten: sie sitzt nur im innersten Thcile des Han-

*) Nach der Vermuthnng von Mehreren, die auch viele Wahr-scheinlichkeit hat, fand dieß nur bei solchen Geschwisternstatt, die zwar einen gemeinschaftlichen Vater, aber ver-schiedene Mütter hatten.

Nepos. 1s Bdchn.

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