Druckschrift 
4 (1852)
Entstehung
Seite
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Ein alter patriarchalischer Neger, der auf der Besitzung greisund blind geworden war, erhob jetzt seine zitternden Hände und sagte:Laßt uns dem Herrn danken!" Als jetzt Alle wie mit cinemWillcnnicderknicetcn, wurde ei» rührenderes und herzlicheres Tc Deum niezum Himmel gesendet, als aus diesem ehrlichen alten Herzen kam,mag cs auch durch die Töne vcr Orgel, der Glocken und den Kano-nendonner unterstützt werden.

Als sic sich erhoben, stimmte ein Anderer eine mcthodistischeHymne an, deren Schlußvers lautete:

Das Jubeljahr ist jetzt gekommen,tkehrt, Ihr befreite Sünder, heim."

,,Nur noch Eines," sagte Georg, indem er die Danksagungender Menge unterbrach.Ihr Alle erinnert Euch noch an unfernalten guten Onkel Tom."

Georg gab hier eine kurze Schilderung seines Todes und seinesliebevollen Lebewohls an Alle auf der Besitzung; dann fügte erhinzu:

,,Auf seinem Grabe, meine Freunde, beschloß ich vor Gott, niewieder einen Sklaven zu haben, wenn es möglich wäre, ihn frei zulassen; daß durch mich Niemand jemals der Gefahr ausgesetzt seinsollte, von der Hcimath und den Freunden getrennt auf einer fernenPflanzung zu sterben, wie er starb. Wenn Ihr Euch also EuererFreiheit erfreut, so denkt daran, daß Ihr sie der guten alten Seeleverdankt, und vergeltet cs ihm in Freundlichkeit gegen seine Frauund Kinder. Denkt an Euere Freiheit, so oft Ihr Onkel Tom'sHütte seht, und laßt cs für Euch eine Mahnung sein, seinen Schrit-ten zu folgen, und eben so redlich, so treu und so christlich zu sein,wie er."

Fünfimdvierzigstes Kapitel.

Schlußbemerkungen.

Die Verfasserin ist oft aus verschiedenen Theilen des Landesbrieflich gefragt worden, ob diese Erzählung eine wahre ist; auf dieseFragen will sie hier eine allgemeine Antwort geben.